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Die schönsten Klettersteige nahe St. Vigil
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Die schönsten Klettersteige nahe St. Vigil

Adrenaline Adventures

St. Vigil in Enneberg (San Vigilio di Marebbe) liegt im Herzen einiger der spektakulärsten Klettersteige der Dolomiten. Ob Anfänger auf der Suche nach dem ersten Klettererlebnis oder erfahrener Klettersteig-Enthusiast mit Lust auf neue Herausforderungen — das Gadertal bietet Routen für jedes Niveau. Von den historischen Tunneln am Lagazuoi bis zu den athletischen Wanden am Piz de Lech stellen wir die 5 besten Klettersteige vor, die in weniger als einer Autostunde erreichbar sind.

1. Klettersteig Brigata Tridentina — Piz da Lech (K2-K3)

Die Brigata Tridentina ist wohl der bekannteste Klettersteig der Region. Der Einstieg erfolgt über das Vallon, erreichbar mit der Seilbahn ab Corvara, und führt durch eine beeindruckende Schlucht bis zum Gipfel des Piz da Lech auf 2.911 Metern. Beruhmt ist die Route für ihre über dem Abgrund hangenden Brucken, die die Schlucht mit Hunderten Metern Luft unter den Füßen uberqueren.

Der erste Abschnitt (K2) ist auch für weniger Erfahrene zugänglich, mit guten natürlichen Griffen und durchgehendem Stahlseil. Der letzte Abschnitt (K3) wird athletischer mit uberhangenden Passagen, die Armkraft erfordern. Gesamtdauer: 4-5 Stunden. Das Gipfelpanorama reicht über das gesamte Gadertal und die Sellagruppe.

Die Brigata Tridentina ist nach der italienischen Alpendivision benannt, die im Zweiten Weltkrieg in den Dolomiten kampfte. Die Route folgt teilweise den originalen Militarwegen.

2. Klettersteig Col de Bos (K2)

Über dem Falzaregopass gelegen, ist der Col de Bos ideal für alle, die eine masige Herausforderung mit einzigartigem historischem Hintergrund suchen. Die Route führt durch Schützengraben und Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg, mit Tunnelabschnitten, für die eine Stirnlampe nötig ist.

Die technische Schwierigkeit ist masig (K2), wobei die Ausgesetztheit an einigen Stellen beeindrucken kann. Die Dauer beträgt etwa 2-3 Stunden. Kombinierbar mit dem Besuch des Freilichtmuseums am Lagazuoi. Von St. Vigil erreicht man den Falzaregopass in etwa 40 Autominuten.

3. Klettersteig Sass de Stria (K2-K3)

Der Sass de Stria erhebt sich wie ein Wachter zwischen dem Falzarego- und dem Valparolapass. Dieser Klettersteig bietet athletisches Klettern mit einer außergewöhnlichen Belohnung: Das 360-Grad-Panorama vom Gipfel ist schlicht atemberaubend — Lagazuoi, Tofana di Rozes, Marmolada und Cinque Torri auf einen Blick.

Die Route ist relativ kurz (1,5-2 Stunden ab der Basis), aber intensiv. Die K3-Passagen erfordern starke Arme und zumindest etwas Vorerfahrung. Der Sass de Stria ist auch eine bedeutende historische Statte mit Resten von Festungen und Tunneln aus dem Ersten Weltkrieg.

4. Lagazuoi-Tunnel (K1-K2)

Die Lagazuoi-Tunnel sind ein einmaliges Erlebnis. Die Route führt durch in den Fels gehauene Tunnel, die italienische Soldaten im Ersten Weltkrieg anlegten — enge Passagen, senkrechte Leitern und Offnungen in der Felswand mit unvergesslichen Ausblicken ins Tal.

Die technische Schwierigkeit ist gering (K1-K2), aber man braucht eine zuverlassige Stirnlampe und starke Nerven in den engsten Abschnitten. Vom Tunnelausgang erreicht man das Rifugio Lagazuoi auf 2.752 Metern. Die gesamte Route dauert etwa 3 Stunden. Dies ist der angangerfreundlichste Klettersteig unserer Liste.

Kombiniere einen Vormittag in den Lagazuoi-Tunneln mit einem Nachmittag auf der Zipline von Adrenaline Adventures für einen unvergesslichen Tag. Von der Geschichte des Ersten Weltkriegs zur puren Geschwindigkeit einer Zipline mit 7 Seilrutschen — der perfekte Kontrast zwischen kulturellem Abenteuer und Adrenalin.

5. Klettersteig Piz de Lech — Sudwand (K3-K4)

Für erfahrene Kletterer bietet die Sudwand des Piz de Lech eine ernsthafte Herausforderung. Diese Variante ist deutlich anspruchsvoller als die Brigata Tridentina, mit athletischen Zugen an senkrechtem Fels und ausgesetzten Abschnitten, die ausgezeichnete Fitness und sicheres Bewegen erfordern.

Der Grad K3-K4 macht sie für Anfänger ungeeignet. Für diejenigen mit der richtigen Erfahrung gehört sie aber zu den lohnendsten Klettersteigen der Dolomiten — mit einer Gipfelaussicht, die jeden Meter Anstrengung rechtfertigt. Nur bei stabilem Wetter und mit erfahrenen Bergfuhrern empfohlen, wenn man K4 zum ersten Mal versucht.

Notwendige Ausrüstung

Für einen sicheren Klettersteig braucht man:

  • Klettersteigset mit Bandfalldampfer (Pflicht, EN 958 zertifiziert)
  • Klettergurt — verstellbar und bequem
  • Kletterhelm — EN 12492 zertifiziert
  • Bergschuhe mit steifer Sohle und gutem Grip
  • Klettersteig-Handschuhe zum Schutz der Hände am Stahlseil
  • Stirnlampe (unverzichtbar für Lagazuoi und Col de Bos)
  • Leichter Rucksack mit mindestens 1,5 Litern Wasser, Energieriegeln und Regenjacke

Keine eigene Ausrüstung? Sportgeschafte in St. Vigil und Bruneck bieten komplette Leihsets ab etwa 25-30 Euro pro Tag.

Geführte Klettersteigtouren

Wenn es dein erstes Mal ist oder du anspruchsvollere Routen sicher begehen möchtest, bieten zertifizierte Bergführer der Region tagliche Touren für alle Niveaus an. Die durchschnittlichen Kosten liegen bei etwa 50 Euro pro Person für eine Halbtagestour inklusive Ausrüstung.

Ein Bergführer vermittelt die richtige Technik, wählt die passende Route für dein Niveau und passt das Tempo den Wetterbedingungen an. Für Einsteiger der beste Weg, um anzufangen.

Klettersteig + Zipline: Der perfekte Tag

St. Vigil bietet etwas, das nur wenige Orte auf der Welt bieten können: die Kombination von Klettersteigen auf Weltniveau mit der aufregendsten Zipline der Dolomiten. Stell dir einen Vormittag an den Wanden des Lagazuoi vor, gefolgt von einem Flug mit 80 km/h über die Täler — ein Erlebnis, das Familien und Paare nie vergessen werden.

Die Zipline kostet nur 89 Euro für ein etwa 1,5-stündiges Erlebnis über 7 Seilrutschen — ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein so einzigartiges Abenteuer.

Zipline-Preise Ansehen

Wann gehen

Die Klettersteig-Saison läuft von Mitte Juni bis Ende Oktober. Juli und August bieten die besten Bedingungen, aber auch den größten Andrang. September ist ein ausgezeichneter Monat: weniger Menschen, Herbstfarben und oft stabiles Wetter.

Prufe immer die Wettervorhersage vor dem Start. Nachmittagsgewitter sind im Sommer haufig, und Stahlseile ziehen Blitze an. Die goldene Regel: früh starten, früh zuruckkehren.

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