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Sonnenaufgang in den Dolomiten: Wo und Wann
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Sonnenaufgang in den Dolomiten: Wo und Wann

Adrenaline Adventures

Es gibt einen Moment in den Dolomiten, in dem die Welt stillsteht. Der Himmel wechselt von Schwarz zu tiefem Blau, dann zu Orange, und schliesslich trifft das erste Sonnenlicht die Dolomitenwaende und verwandelt sie in Fackeln aus rosa und goldenem Feuer. Es ist die Enrosadira — das Phaenomen, das die Dolomiten erroten laesst — und sie bei Sonnenaufgang zu sehen, ist ein Erlebnis, das einem den Atem und die Worte raubt.

Vor Sonnenaufgang aufzustehen erfordert Opfer: der Wecker klingelt im Dunkeln, die Kaelte beisst, der Weg ist eine Herausforderung. Aber wenn man den Aussichtspunkt erreicht und der Berg vor den eigenen Augen aufleuchtet, versteht man, dass jeder einzelne Schritt sich gelohnt hat.

Die Besten Plaetze für den Sonnenaufgang

Wuerzjoch (Passo delle Erbe)

Das Wuerzjoch ist vielleicht der zugaenglichste Ort für einen spektakulaeren Sonnenaufgang bei St. Vigil. Auf rund 2.000 Metern bietet es einen frontalen Blick auf die Nordwand des Peitlerkofel, eine der ikonischsten Silhouetten der Dolomiten. Wenn die Sonne im Osten aufgeht, erleuchtet sich die Wand allmaehllich von oben nach unten — ein theatralischer Effekt, der etwa 15 Minuten anhaelt.

Der Vorteil des Wuerzjochs: Man erreicht es mit dem Auto (30 Minuten von St. Vigil) und der Aussichtspunkt ist nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt.

Kronplatz-Gipfel

Der Gipfel des Kronplatzes auf 2.275 Metern bietet ein 360-Grad-Panorama von den Sextner Dolomiten bis zur Sellagruppe, vom Ortler bis zu den Tauern. Bei Sonnenaufgang leuchten die Gipfel einer nach dem anderen auf wie Kerzen auf einer Torte.

Seceda

Seceda, oberhalb von St. Christina im Groednertal, ist einer der meistfotografierten Orte der Dolomiten. Die Nadeln der Geislergruppe stehen gegen den Morgenhimmel wie Drachenzaehne.

Hohe Gaisl (Croda Rossa)

Für alle, die einen intimeren, weniger frequentierten Sonnenaufgang suchen, sind die Aussichtspunkte mit Blick auf die Hohe Gaisl perfekt. Vom Pragser Tal oder der Plaetzwiese aus trifft das erste Licht auf die Wand der Hohen Gaisl und erzeugt Schattierungen von Blassrosa bis Feuerrot.

Die Enrosadira ist das optische Phaenomen, das die Dolomiten bei Sonnenauf- und -untergang erroten laesst. Es wird durch die Zusammensetzung des Dolomitgesteins verursacht, das reich an Kalzium- und Magnesiumkarbonat ist und das Sonnenlicht bei flachen Winkeln in Rosa-, Orange- und Rottoenen reflektiert. Der Name stammt aus dem Ladinischen und bedeutet woertlich "rosa werden".

Sonnenaufgangszeiten nach Monat

  • Januar: 7:50 - 8:00
  • Februar: 7:20 - 7:30
  • Maerz: 6:30 - 6:45
  • April: 6:00 - 6:15 (Sommerzeit)
  • Mai: 5:30 - 5:45
  • Juni: 5:15 - 5:25
  • Juli: 5:25 - 5:40
  • August: 5:50 - 6:10
  • September: 6:20 - 6:40
  • Oktober: 6:50 - 7:10
  • November: 7:15 - 7:30
  • Dezember: 7:40 - 7:50

Ankunft am Aussichtspunkt mindestens 30-40 Minuten vor Sonnenaufgang: das Vordaemmerungslicht ist oft schoener als der Sonnenaufgang selbst.

Anfahrt im Dunkeln

Sich vor der Daemmerung in den Bergen zu bewegen erfordert Vorbereitung:

  • Stirnlampe: unverzichtbar, mit vollen Batterien (Ersatz mitnehmen)
  • Route bei Tag erkunden: den Weg bei Tageslicht begehen, bevor man ihn im Dunkeln angeht
  • GPS oder Navigations-App: Offline-Karten herunterladen
  • Nicht allein gehen: die Berge im Dunkeln erfordern Begleitung
  • Route kommunizieren: jemandem sagen, wohin man geht

Für winterliche Sonnenaufgaenge mindestens 45 Minuten vorher am Aussichtspunkt sein und eine Thermoskanne mit heissem Tee oder Kaffee mitnehmen. Die Temperaturen können unter -15°C fallen. Eine Isoliermatte zum Sitzen macht den Unterschied zwischen magischem Erlebnis und Qual.

Was Mitnehmen

Thermounterwaesche aus Merino, Fleece, wind- und wasserdichte Jacke, Handschuhe und Muetze (auch im Sommer über 2.000 m), Wanderschuhe mit gutem Grip. Dazu Stirnlampe, Thermoskanne, Energieriegel, Stativ für die Kamera und Rettungsdecke.

Fotoeinstellungen für den Sonnenaufgang

Mit Kamera

  • Modus: Manuell (M)
  • ISO: 100-400
  • Blende: f/8-f/11 für maximale Landschaftsschaerfe
  • Belichtungszeit: variabel, Stativ für Langzeitbelichtungen
  • Weissabgleich: Tageslicht oder Bewoelkt für warme Toene
  • Format: RAW

Mit Smartphone

  • Blitz ausschalten, HDR-Modus nutzen, hellsten Punkt antippen, keinen Digitalzoom verwenden

Weitere Tipps zur Fotografie in den Dolomiten findest du in unserem Guide.

Die Magie des Ersten Lichts auf dem Fels

Es gibt einen Grund, warum die Dolomiten UNESCO-Welterbe sind. Und bei Sonnenaufgang, wenn das Licht streifend faellt und die Farben rein sind, erreicht diese Schoenheit ihren Hoehepunkt. Auf der Dolomiten-Zipline zu fliegen gibt dir eine einzigartige Perspektive auf diese Berge — aber sie bei Sonnenaufgang aufleuchten zu sehen, verbindet dich mit etwas noch Tieferem.

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